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PDF/UA – Braucht es einen separaten Barrierefreiheits-Standard für das Format PDF?

16. Februar 2015 von Kerstin Probiesch in: Barrierefreiheit, PDF, WCAG

PDF Universal Acessibility (PDF/UA-1) ist ein ISO Standard für Barrierefreie PDF-Dateien, veröffentlicht im Jahr 2012. Aber: Brauchen wir überhaupt einen speziellen Standard für die Barrierefreiheit von PDF-Dateien, wo es doch die Web Content Accessibility Guidelines und damit die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte gibt?

Aus meiner Sicht ist die Antwort zunächst nicht abhängig vom Format, sondern vom Zweck eines PDF oder besser gesagt davon, ob ein PDF im Web (wozu in der Regel und immer öfter auch Intranet zählt) veröffentlicht wird oder nicht.

Die WCAG 2.0 sowie die deutsche BITV 2.0 adressieren alle Web-Inhalte und umfassen damit immer auch PDF-Dateien, die im Web veröffentlicht sind. Dabei kommt es nicht auf das Format an, denn die WCAG 2.0 wurden explizit technologie-unabhängig formuliert. In keinem Erfolgskriterium findet sich ein Bezug auf eine bestimmte Technologie, z.B. HTML, Java, Javascript, Flash, PDF, sondern allgemein formulierte Konzepte zu Themen der Barrierefreiheit. Würde man ein bestimmtes Format herauslösen, bedeutet das zwangsläufig, dass nicht nur Web Inhalte auf bestimmte Technologien reduziert würden, sondern letztlich der gesamte WCAG 2.0 – Standard.

Nun begegnen einem PDF-Dateien nicht nur im Web. Die verschiedensten Textsorten erreichen Leser im PDF-Format. Dazu gehören Protokolle von Mitgliederversammlungen oder Arbeitstreffen, Unterrichtsmaterialen und E-Books, wenn sie als PDF veröffentlicht werden sowie Rechnungen, Briefe usw. -, um nur einige wenige Beispiele zu geben. Hier haben wir es sehr oft gerade nicht mit Webinhalten zu tun und damit werden sie nicht von den WCAG 2.0 oder der BITV 2.0 erfasst. An dieser Stelle war und ist ein Standard für barrierefreie PDF-Dateien nicht nur sinnvoll, sondern geradezu nötig und PDF/UA-1 schließt hier eine Lücke.

Die Frage “Braucht es einen separaten Standard für barrierefreie PDF-Dateien?” lässt sich meiner Auffassung also nicht generell, sondern sozusagen formal gesehen am besten zunächst mit “Ja” und “Nein” beantworten. Gleichwohl gibt PDF/UA-1 und das Matterhorn-Protokoll (PDF) als Konkretisierung eine wichtige Richtschnur und Anleitung für das konkrete Umsetzen und Prüfen von PDF-Barrierefreiheit, jedoch nicht als Ersatz der WCAG 2.0 für PDF-Webinhalte, sondern als Ergänzung.

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22. September 2014 von Kerstin Probiesch in: Allgemein, Barrierefreiheit, BITV, Hilfsmittel

Accessibility Links (22)

13. August 2014 von Kerstin Probiesch in: Allgemein, Barrierefreiheit

Accessibility-Links (21)

11. August 2014 von Kerstin Probiesch in: Allgemein

  • Im Juli 2014 veröffentlichte das W3C die Website Accessibility Conformance Evaluation Methodology (WCAG-EM) 1.0 – eine Art Rahmen für das Testen von Barrierefreiheit nach WCAG 2.0. Erfreulicherweise gab es sozusagen auf den letzten Metern noch einige Verbesserungen, u.a. den insgesamt kritischen Abschnitt zu Scoring-Systemen.
  • Wie barrierefrei ist Android inzwischen für blinde Nutzer? Mit dieser Frage beschäftigt sich Marco Zehe in seiner Artikelreihe 30 days with Android
  • Mit dem Accessibility-Club gab es am 16. Juli 2014 eine erste spannende und praxisnahe Veranstaltung zur Barriefreiheit in Nürnberg. Wer, wie ich, in dieser Zeit in Urlaub war oder aus anderen Gründen nicht teilnehmen konnte, findet die Tagungsdokumentation inkl. Audioclips auf Lanyrd
  • Das Technikendokument der Web Content Accessibility Guidelines 2.0 steht kurz vor einem Update. Interessierte können den derzeitigen Editor’s Draft noch bis zum 12. August kommentieren.

Webmontag Marburg 7 am 16.09.2013

10. September 2013 von Kerstin Probiesch in: Allgemein

Der Marburger Webmontag entwickelt sich erfreulicherweise zu einer erfolgreichen Veranstaltung. Am 16.09.2013 findet der nächste Webmontag in unserem beschaulichen Marburg statt. Zusammen mit dem Designer Jens Weigel konnten wir bisher sechs erfolgreiche Webmontage organisieren.

Da es sich beim siebten Webmontag also um eine Art Jubiläum handelt, steht eine der geplanten Sessions ganz im Zeichen von “Ein Jahr Webmontag Marburg”, präsentiert von Jens Weigel.

Und natürlich gibt es weitere spannende Themen:

  • G. Bodenschatz gibt eine Sessions zu “Meme – Ein Einstieg”
  • Julia Dombrowski spricht zum Thema “Der Zauber des Barcamps – Warum und wie funktioniert das (Un)Konferenz-Konzept”
  • Michael Kühnel wird eine Einführung in Emmet, mit dem Titel “Emmet — the essential toolkit for web-developers” geben und
  • Severin Rotsch über “Shopsysteme” sprechen

Der siebte Marburger Webmontag beginnt wie immer um 19:00 Uhr in den Räumen unseres Sponsors, der

tripuls media innovations gmbh
Neue Kasseler Straße 62a
35039 Marburg

Interesse am Marburger Webmontag? Bitte hier in die Teilnehmerliste eintragen.