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Temple Grandin – Denken in Bildern

12. März 2010 von Kerstin Probiesch in: Allgemein

Temple Grandin wurde 1947 in Boston geboren. Ihre Schulbildung genoss sie in einer Reihe Privatschulen, studierte danach experimentelle Psychologie und promovierte schließlich im Fach Tierwissenschaften. Grandin ist Expertin im Bereich Verhaltensbiologie und unterrichtet seit 1990 Tierwissenschaften an der Colorado State University. Sie interessiert sich für Science Fiction, Filme und Biochemie. Temple Grandin verfügt über ein ausgesprochen gutes Gedächtnis, das sie in die Lage versetzt sich auch an Einzelheiten zu erinnern. Das alles ist erstmal nichts Besonderes – eine typische Universitätskarriere, typische Hobbies und Interessen – zumal für eine Wissenschaftlerin – und eben ein gutes Gedächtnis, das man ohnehin Menschen mit Universitätskarrieren unterstellt. Das besondere ist, dass Temple Grandin ein visuelles Gedächtnis hat; sie denkt in fotorealistischen Bildern.

Für Temple Grandin ist die gesprochene Sprache – so sagt sie – ihre zweite Sprache, die sie erst im Alter von vier Jahren erlernte. Im gleichen Jahr wurde bei ihr das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus diagnostiziert. ORF Science zitiert Temple Grandin so:

Wenn man mir ein Stichwort gibt, ‘Erdnuss’ etwa, dann sehe ich eine Serie von Bildern, als erstes das Logo von Planter’s Peanut, dann ein Restaurant, das Erdnussgerichte serviert, dann einen Sack voller Erdnüsse in einem Flugzeug”.

2009 hielt Temple Grandin bei den TED Talks (Technology, Entertainment, Design) einen großartigen Vortrag, der auf den Seiten der TED Talks zur Verfügung steht. Neben einer interaktiven Mitschrift können außerdem die englischen Untertitel eingeblendet werden:

Grandins Botschaft: The world needs all kinds of mind (Video)

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