Monatsarchiv für November 2008

Elektronisches Wörterbuch der Deutschen Gebärdensprache kann kommen

3. November 2008 in Gebärdensprache, News

via idw (Informationsdienst Wissenschaft)

Die Gemeinsame Wissenschaftliche Kommission von Bund und Ländern (GWK) hat am 27.10.2008 insgesamt 8,5 Mio. Euro für den Aufbau eines elektronischen Wörterbuchs der Deutschen Gebärdensprache (DGS) bewilligt. Das Projekt soll am 1. Januar 2009 starten und hat eine Laufzeit von 15 Jahren.

“Ziel des Projekts ist zunächst eine umfassende Sammlung gebärdensprachlicher Daten: Hierzu werden Gebärden von ca. 250 gehörlosen Informanten aus dem gesamten Bundesgebiet erhoben. Diese Filme werden systematisch, mithilfe einer eigens entwickelten Datenbank verarbeitet und analysiert. Dieses Korpus, das mehrere hundert Stunden Videomaterial umfassen wird, bildet die Grundlage für die Erstellung des Wörterbuchs. Die Auswahl der Stichwörter wird sich dabei in erster Linie auf die tatsächliche Gebärdenverwendung stützen - im Unterschied zu bisherigen Gebärdensammlungen, die von einer deutschen Wortliste ausgingen. Geplant sind ca. 6000 Gebärdeneinträge, nachgeschlagen werden kann in beide Richtungen, ausgehend von einer Gebärde oder einem deutschen Wort. Da es sich bei der Gebärdensprache um eine visuelle Sprache handelt, wäre das Projekt ohne moderne Technologien nicht denkbar: Die Gebärden werden als Filme dargestellt, die elektronische Datenbank erlaubt vielfältige Suchstrategien.”

Weiterlesen beim idw mit weiteren Infos: 8,5 Mio Euro für Wörterbuch Deutsche Gebärdensprache

Bundesregierung: Zugang älterer Menschen zu neuen Medien fördern

3. November 2008 in BITV, Barrierefreiheit, Internetnutzung

Die Integration älterer Menschen in die Informationsgesellschaft hat gerade erst begonnen. Dies zeigen die Zahlen der aktuellen (N)Onliner-Studie. Wie steht es mit der digitalen Integration älterer Menschen in Deutschland und dem Zugang der “Generation 50+” zu den neuen Medien?

  • Wie soll in Deutschland die digitale Integration gefördert werden?
  • Welche Maßnahmen sollen ergriffen werden und
  • werden diese Maßnahmen explizit Eingang in die neue BITV (Barrierefreie Informationstechnik Verordnung) finden?

Diese Fragen waren Teil der Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Die Antwort der Bundesregierung, ist inzwischen in einer elektronischen Vorabfassung verfügbar und gibt einen Einblick in konkrete Förderprogramme und die Zusammenarbeit unter anderem mit der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen).

Frage 6. drehte sich um die neue BITV:

6. Erachtet es die Bundesregierung als notwendig, in die Überarbeitung der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV) explizit Maßnahmen für eine einfachere Bedienbarkeit von Internetangeboten
von Bundesbehörden für über 50-Jährige einzuarbeiten?

Antwort der Bundesregierung

(…) Die Bundesregierung wird im Rahmen der Novellierung der BITV insbesondere die überarbeiteten und zurzeit noch in der Abstimmung befindlichen internationalen Zugänglichkeitsrichtlinien (WCAG 2.0) einbeziehen.

Darüber hinaus sollen die besonderen Belange der hör-, lern- und geistig behinderten Menschen in der novellierten BITV stärkere Berücksichtigung finden. Im Sinne eines Universellen Designs – nicht nur für behinderte Menschen, sondern insbesondere auch für ältere Menschen – sind im Rahmen der Überarbeitung der Verordnung auch Vorkehrungen zur Förderung der Bedienbarkeit von Internetangeboten vorgesehen. (…)

Weiterlesen: Elektronische Vorabfassung - Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der Grünen: Zugang älterer Menschen zu neuen Medien (PDF)